Nach unserer Rueckkehr aus Otavalo haben Jan und Tim einen Tag im Cotopaxi Nationalpark verbracht. Der Cotopaxi ist der hoechste, noch aktive, Vulkan der Erde und eignet sich dank seiner Form perfekt fuer unterschiedlicheste Aktivitaeten. Beispielsweise ab dem hoechsten Punkt, den man noch mit einem Auto erreichen kann, anschliessend mit dem Mountainbike herrunter zu fahren, was Jan und Tim auch gemacht haben.
Am naechsten Tag ging es fuer uns drei weiter in Richtung Dschungel im Osten Ecuadors. Die Busfahrt dorthin war leider alles andere als entspannt, da die Busfahrer hier die Busse fuer eine Tagespauschale anmieten und nur Gewinn machen, wenn diese durch eine bestimmte Anzahl an Fahrgaesten wieder eingefahren wird. Daher liefern sich die Busfahrer untereinander gerne auch mal ein Rennen die Anden hinunter, was den nicht-ecuadorianischen Fahrgaesten dann doch die ein oder andere Schweissperle auf die Stirn treiben kann. Leider wurde uns auf dieser Busfahrt ausserdem unsere Kamera geklaut, was wir erst gar nicht glauben konnten, da wir wirklich alle Vorsichtsmassnahmen befolgt und mehr als gut aufgepasst haben. Mit der Kamara verschwanden leider auch unsere Fotos vom Cotopaxi Ausflug. Im Dschungel sollte eine Kodakeinwegkamera kurzfristig als Notloesung herhalten, was aber leider nur zu wenigen guten Aufnahmen gefuerht hat (seht weiter unten selbst).
Unsere Lodge im Dschungel in der Naehe von Tena versprach genau, was wir uns erhofft hatten: Sowohl Erholung am Pool und in Haengematten, als auch interessante Ausfluege in den noch teilweise unberuehrten Primaerregenwald. In den niedrigeren Hoehen der Andenostflanke, sowie im Amazonastiefland wurden bereits grosse Flaechen uspruenglichen Regenwaldes abgeholzt. Teilweise befinden sich dort nun Agrarflaechen oder Siedlungen, teilweise ist der sogenannte Sekundaerwald nachgewachsen. Einige verbliebene Primaerwaldflaechen wurden unter Naturschutz gestellt, am beruehmtesten und groessten sind der Cuyabeno Nationalpark und der Yasuni Nationalpark. Trotz des Nationalparkstatus ist der Yasuni Regenwald und auch die dort lebenden Ureinwohner akut durch Plaene zu Erdoelbohrungen bedroht.
Im Gegensatz zu diesem befindet sich die von uns gewaehlte Lodge in einem Gebiet, in dem ueberwiegend nur noch Sekundaerregenwald (30 – 60 Jahre alt) zu finden ist. Aus zeitlichen und gesundheitlichen Gruenden haben wir uns fuer diese entspanntere Dschungelvariante und gegen eine Lodge weit im Amazonastiefland entschieden. Das Tolle an unsere Lodge war, dass sie die Moeglichkeit bot, den umliegenden Wald auf markierten Wanderwegen unterschiedlicher Laenge selbststaendig zu erkunden. Silke und Tim machten hiervon Gebrauch, waehrend Jan sich fuer einen Raftingausflug auf einem Zufluss des Rio Napo entschieden hatte.
An unserem letzten Tag ging es mit einem Pick-Up und anschliessend einem motorisierten Kanu auf dem Rio Napo tiefer in den Regenwald. Der Napo ist ein wichtiger Zufluss des Amazonas und Entstehungssort vieler Tier- und Pflanzenarten. Wir besuchten eine Kichwa-Gemeinde, unternahmen eine ca. 1,5 stuendige Wanderung durch den Primaerwald mit einem Guide und besichtigten die Tierauffangstation AmaZOOnico. Im Kichwa-Dorf beeindruckte uns am meisten die einfache Lebensweise der Menschen dort sowie der Anbau von Yucca- und Kakaopflanzen. Auf der Dschungelwanderung staunten wir ueber knallbunte Giftfroesche und schaumige Zikadennester. Im AmaZOOnico sahen wir Tukane, Papageien, Affen, eine Anaconda, Schildkroeten und viele weitere Dschungeltiere, die verletzt oder von vorherigen Besitzern misshandelt wurden. In der Auffangstation werden sie wieder aufgepeppelt und wenn moeglich ausgewildert.
Auf unserem Rueckweg nach Quito legten wir noch einen kurzen Zwischenstopp in den heissen Thermalquellen von Papallacta auf 3.300m ein.
Hier jetzt auch die Einmalkamerafotos von unserer Zeit im Dschungel:







